Haiti-Kinderhilfe

Reise 2017/2018 - 1. Bericht

Written by

Roswitha Weiß
Dienstag, 12 Dezember 2017.

Reise November 2017                  1. Bericht 

Wir starteten dieses Mal zu dritt: Richard, Jara für 4 Monate als Praktikantin und ich.

Jara, in Haiti geboren, aufgewachsen in Deutschland will einige Monate ihr Land kennenlernen und wird in der Schule und Kindergarten mithelfen.

Dank Delta Airlines konnten wir wieder mit 80 kg extra Gepäck reisen. Alles hat gut geklappt.

Unser Haiti-Auto war seit dem letzten Aufenthalt bei Padberg im Lagerhaus geparkt. In den letzten Wochen wurden dort auch Farbkübel, Schulspeisung, einige Kartons mit Bonbon und Lutscher für die Weihnachtsfeier angeliefert und gelagert, die wir nun mitnehmen mussten. Dazu kamen noch unsere Koffern und Taschen, so dass die Ladefläche hochbepackt war. Wir mussten alles mit Planen zudecken und verschnüren, da immer die Möglichkeit besteht, dass im Stau Leute aufspringen und alles wo sie rankommen ‚mitnehmen‘. Bis man dann aus dem Auto springt, sind sie schon über alle Berge.

 

Wir mussten unsere Anreise durch den späten Anflug, bereits in der Dämmerung starten und sind dann in die Dunkelheit reingefahren, was äußerst anstrengend und gefährlich ist, da einerseits links und rechts der Straße Leute gehen und auch Motorräder und Autos ohne Licht unterwegs sind. Von Port-au-Prince bis Hinche, gibt es mindestens 70 ‚verkehrsberuhigende‘ Hügel, die quer über die Straßen betoniert sind. Allerdings so hoch, dass wir, obwohl vorher immer total abgebremst und dann langsam darüberfuhren, oftmals mit der unteren Rahmen leicht ‚kratzten‘. Unverständlich, wie ein normaler Personenwagen darüberfahren soll.

Und dann plötzlich, auf der Sandstraße, nach einer Flussdurchquerung, ein lautes, erschreckendes, metallenes Geräusch. Wir schauten sofort nach und stellten fest, dass der hintere Reifen am Kotflügel kratzt. Totale Dunkelheit in ‚no where‘.

Was kann dies verursacht haben. Wir sind eigentlich langsam gefahren, nirgends ‚aufgesessen‘ oder in tiefe Löcher ‚gefallen‘. Ist etwa der Rahmen gebrochen?

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Für eventuelle Reifenwechsel haben wir immer ein großes Stück Holz im Auto, damit der Wagenheber gut steht. Jara und ich leuchten abwechselnd mit unseren Handies, Guerino und Richard versuchen das Stück Holz zwischen Reifen und Blech zu verkeilen, um das Blech wegzubiegen. Danach versuchen wir ganz langsam wieder zu fahren, aber wir hören das gleiche Geräusch. Richard versucht dann mit aller Kraft mit dem Wagenheber und dem Holz den Kotflügel hochzubiegen. Es klappt und wir können nach einer Stunde Zwangspause weiter nach Bangage fahren.

Die Ursache könnte sein, dass unsere Ladung zu schwer war und durch die große Seitenneigung sich der Reifen an der Karroserie verkeilt hat.

Wobei der Pickup mit einer Tonne beladen werden könnte und eigentlich nicht überladen war. In diesen Moment bedauere ich, dass wir das billigste Auto gekauft haben und dieser indische Tata auch noch ein Montagsauto sein muss. Waren bei 16000 km schon 8-mal in der Werkstatt.

Aber wir kamen dann doch noch gut an und wurden bereits freudig erwartet. Leider auch schon mit einer langen Liste, was es alles an Problemen gibt. Hauptproblem – kein Wasser.

Schön wieder in Haiti zu sein.

Gruß Roswitha

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