Haiti-Kinderhilfe

Reise 2017/2018 - 9. Bericht

unser Feriencamp…3 Wochen spielen und lernen – mein erstes ‚Tief‘

Mittwoch, 10 Januar 2018.
  1. Reisebericht

unser Feriencamp…3 Wochen spielen und lernen – mein erstes ‚Tief‘

3 Wochen lang, Montag-Mittwoch-Freitag sollten unsere 7 lernschwachen Kinder während der Weihnachtsferien kommen. Herlot, ein Lehrer, war bereit an diesen Tagen, gemeinsam mit mir, die Kinder zu beschäftigen. Die eine Hälfte der Gruppe spielte, die andere lernte. Jeder für sich in einem eigenen Raum.

Nachdem alle anderen Kinder gerne alleine, bzw. ungestört spielen wollen, planten wir an den anderen Tagen, kleine Gruppen. Die Kinder durften nur spielen. Egal was sie wollten Lego, Puppen, Murmelbahn, Fußball….

Feriencamp keiner strt mich

Alle ‚nur-Spielkinder‘ kamen und hatten eine gute Zeit.
Feriencamp alles fr mich alleine Alles für mich allein. :-)

Feriencamp Flasche geben Flasche geben

Feriencamp Puppen fttern Puppen füttern.

Feriencamp Jean Eddie fttert mit Spucke Jean Eddie füttert mit Spucke

Feriencamp Puppe macht Pipi Puppe macht Pippi.

Unsere 7 Extra Kinder starteten sehr gut. Alle 30 Minuten wurde gewechselt und die kleine Gruppe lernte richtig gut mit Herlot. Die andern spielten friedlichst mit mir.
Leider fehlten in der 2. Woche schon einige Kinder. Herlot fuhr mit seinem Motorrad einige Hütten ab und sammelte einige Kinder ein.
Bei Sely war die Mutter wieder in Port-au-Prince um Holzkohle zu verkaufen. Die 4 Kinder waren schon eine Woche alleine und die älteste 12-jährige Schwester verantwortlich für Ihre Geschwister. Sely sei pudelnackt gewesen und seine Kleider alle nass, weil sie gerade gewaschen wurden. Es war also unmöglich für Sely zu kommen.
In der dritten Woche kamen nur noch 2 Kinder. Herlot und ich waren echt enttäuscht. Eine verlorene Chance den Schulstoff aufzuholen und den Anschluss zu finden.
Am ersten Schultag waren die Lehrerinnen leicht frustriert, da unsere Problemkinder noch immer nicht den Stoff konnten.
Wir senden wieder ein Motorrad Taxi zu den verschiedenen Hütten und bestellen die Eltern unserer schwierigen Kinder ein. Wir wollen versuchen, dass mit diesen Kindern zu Hause täglich ein bisschen geübt wird und auch, dass die Kinder täglich und rechtzeitig zur Schule kommen.
Nach 5 Gesprächen bin ich nur noch entmutigt…und traurig für die Kinder, um die wir so kämpfen:

Brunel
– Mutter Analphabet, die Geschwister könnten vielleicht helfen.
Brunel wird Friseur Brunel wird Friseur

Djouvany
– 11 Geschwister, Eltern nicht verfügbar, der große Bruder will mit ihm lernen.

Sely
– geben der 12jährien Schwester Geld, damit sie auch wieder zur Schule gehen kann und uns verspricht Sely jeden Tag zur Schule zu senden und mit ihm zu üben.
Feriencamp Sely wird Arzt Sely wird Arzt.

Chenel
– Vater bereits einmal verwitwet. Die Mutter vor 2 Jahren zu einem anderen Mann gezogen, ist gerade schwanger und will von ihrem Sohn Chenel nichts wissen. Die 15jährige Tochter, also Halbschwester, ist schwanger. Vater ist Kleinbauer, kann lesen und schreiben, will Chenel helfen, ist selbst am ‚Boden‘.

Djoudley
– der schlagende Vater ist aus Port-au-Prince wieder zurück….

Weitere Elterngespräche sind morgen….

Bis bald
Roswitha

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