Haiti-Kinderhilfe

Reise 2017/2018 - 10. Bericht

Besuch aus Deutschland und für Wochen sind wir der größte Arbeitgeber.

Donnerstag, 01 Februar 2018.

Im Sommer 2017 rief mich ein Spender an, ob denn die Möglichkeit besteht unser Projekt zu besichtigen. Ich fand das mutig und freute mich zu zeigen, was wir in den letzten Jahren realisierten – welchen Traum wir für die nächsten Jahre haben. Auch das Haiti ein Land mit wunderbaren Menschen ist, die in den letzten Jahrhunderten nie eine faire Chance hatten. 

Ingrid Jara und Ralf

Leider blieben Ralf und Ingrid nur 10 Tage – Danke für Eure positive Einstellung, die medizinische Betreuung und die Zeit für lange Gespräche. Danke auch für die 40 kg Extragepäck, mit Schrauben, Muttern, Eisenbänder für Fensterläden und Türen, Bratpfanne, Schrubber, Spielsachen……a bientôt ☺

 Seit 8 Wochen haben mindestens 50 Leute...

 Seit 8 Wochen haben mindestens 50 Leute verschiedene Jobs bei uns und somit Bargeld. Tagsüber ist dadurch oftmals extremer Lärm. Es wird geschweißt, gerüttelt, der Betonmischer läuft, der Schreiner sägt….

Gstehaus

-Die größte Gruppe untersteht unserem Ingenieur Guerino, jetzt Mitte 30 – war ein ehemaliges Patenkind. Hätte ohne das Patenschaftsprogramm nie die Chance für einen Schulbesuch gehabt, niemals eine Perspektive. Wir planen ein kleines Gästehaus mit 2 Zimmern. Es wird fast alles ohne Maschinen gebaut.

Betonmischer Wundermaschine

Unser Betonmischer ist ein Wunder und wird von einem ‚Spezialisten‘ bedient.

unser Schreiner

-Der Schreiner arbeitet vor Ort, da wir Strom und auch einige Maschinen haben.
Hat aber auch erst lernen müssen damit umzugehen. Es wurden Betten für uns gebaut, jetzt ist es sein erster Versuch (meiner auch!) Stockbetten für ein Kinderheim zu schreinern. Danach noch die Schulmöbel für die neue Klasse im September.

wir heuen

-2 Teams, die das gesamte Gelände vom hohen Gras und Unkraut befreien.

kaktus fr die Hecke

-1 kleine Gruppe, die den Kaktuszaun um die Schule anlegt

-1 größere Gruppe, die einen Spiel und Sportplatz für die Schule anlegt

Kompost

-2 Festangestellte und 1 Aushilfe, die sich um die Tiere kümmern, 8 Komposthaufen gesiebt und 12 neue schon wieder angelegt haben. Ca 1000 qm Gelände roden. Es wurde der Gemüsegarten nach der Regenzeit wieder angelegt, Bohnen gesteckt, 100 Bananenstauden und ca. 80 Bäumchen gepflanzt.

-immer wieder Gruppen mit Eltern, mit denen wir in den letzten Wochen alle Bohnen gepflückt, die Süßkartoffeln gehackt und geerntet haben.

1 Sau, 2 Ziegen und 3 Hühner geschlachtet. Tja, bei uns ist was los…

Für das Bauen gibt es in Haiti Tarife, an die wir uns halten. Je laufender Meter einer Mauer, jeder Pfosten, qm3 Aushub usw. Es sind meist Teams – der Maurer kommt mit seinen eigenen Hilfsarbeitern und bezahlt diese aus seinem Vertrag.
Wenn ich manchmal zusehe, mit welchem Einsatz die Menschen in dieser Hitze arbeiten, da kann ich nur den Hut ziehen und bedauere, dass sie fast nirgends eine Arbeit finden. Das tut weh….
Für alle Sonderarbeiten handeln wir Festpreise aus, stecken das Gelände ab und ‚feilschen‘. Mit Handschlag wird dann der ‚Vertrag‘ besiegelt. Die Teams können selbst entscheiden wann und mit wie vielen extra Leuten sie arbeiten wollen.
Allerdings sind wir immer auch Teil der Aktionen. Jeder will Schubkarren, Schaufeln, Macheten, Pickel, Wasserschlauch, hier ist was kaputt – dort fehlt was…
Ja, unser Projekt wächst, es nimmt immer mehr ein ‚Gesicht’ an. Selbst Einheimische machen uns schon Komplimente für unsere Botanik und erbettelten Ableger von unserem Zitronengras Tee, der früher in jedem Garten verbreitet war.

Roswitha

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