Haiti-Kinderhilfe

Noels 1. Reisebericht

Dienstag, 30 Oktober 2018.
Noels 1. Reisebericht

Am 15 September begann mein Abenteuer Haiti, denn es war der Tag, an dem ich zum ersten Mal, für längere Zeit von Zuhause fortging. So flog ich von Frankfurt über Charlotte nach Miami und übernachtete dort um am nächsten Morgen nach Port-au-Prince aufzubrechen. Dort angekommen wurde ich sofort von Thierry empfangen und wir fuhren zum Busbanhof von Port-au-Prince um Tickets für die Weiterreise nach Hinche zu kaufen. Die Busfahrt dauerte an die 70 Minuten und so lernte ich gleichzeitig haitianische Fahrgewohnheiten kennen. So weiß ich jetzt, dass eine Hupe überlebenswichtig denn sie dient dazu Leute im letzten Moment von der Straße zu scheuchen oder um Bekannte zu grüßen.

In Hinche angekommen warteten wir auf Fahrer, die uns nach Bangange bringen sollten, dies jedoch dauerte eine weile, da wir noch einen zusätzlichen Fahrer brauchten für mein Gepäck. So ging es nach einer Stunde in Hinche weiter nach Bangange, welches wir nach 3 Flüssen und einigen sehr holprigen Straßen erreichten. Angekommen wurde ich herzlich empfangen und bezog mein Zimmer. Danach wurde sogar schon ein bisschen mit Luiness und Erikson gearbeitet. Noch kaputt von der langen Reise ging ich jenen und die darauffolgenden Tage recht früh schlafen.

Nach und nach bekam ich auch einen guten Rhythmus für den Tages bzw. Wochenablauf. So arbeite ich 3 mal die Woche mit Erikson, Luiness und den Eltern und helfe Zweimal die Woche in der Schule aus. Donnerstag ist hier immer Musikunterricht und Freitag mache ich Sport mit den Kindern. Vor allem der Sportunterricht ist ein Spaßfaktor da ich unter anderem spiele aus meiner Schulzeit eingeführt habe, welche die Kinder lieben. So wurde das Spiel Hase und Jäger zum Renner bei den Kindern.
Essenstechnisch musste ich mich auch ein bisschen umstellen, so ist das Essen hier zum Beispiel nicht so vielseitig aber trotzdem lecker. Hier werden viele Reis und Nudelgerichte gekocht mit dazu passenden Saucen. Jedoch musste mein Körper sich erstmal an alles hier gewöhnen, sodass ich allmählich krank wurde und immer weniger essen konnte. So habe ich bis jetzt schon an die 7 Kilo verloren. Zusätzlich bekam ich jedoch noch Fieber und starke Übelkeit womit ich einige Tage zu kämpfen hatte, jedoch alles mit meiner Reiseapotheke wieder in den Griff bekam.

Die Arbeit mit den Eltern macht denn, es wird viel geredet, diskutiert und debattiert, wovon ich leider noch nicht viel verstehe aber dran arbeite es bis März auch mal mitreden zu können. Die Arbeit auf der Plantage macht Spaß denn zurzeit muss der Boden bestellt werden damit gepflanzt werden kann. So haben wir mittlerweile schon Kohl, Süßkartoffel und Tomate gepflanzt. Des Weiteren durfte ich auf Wunsch noch eine Kartoffel pflanzen, jedoch glauben die anderen nicht, dass jene es schaffen wird.
Zurzeit erkunde ich die Umgebung hier, jedoch habe ich es bis jetzt noch nicht so weit geschafft (nur bis nach Maissade). So werde ich bald die nahegelegene Grotte betreten und nach Cap-Haitien fahren. In den nächsten 4 Wochen wird wieder viel auf der Plantage gearbeitet und noch was gepflanzt. Bis dahin noch eine gute Zeit

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